Eine gelungene Biketour auf dem WHT

Am Dienstag bin ich mit meinen Freunden Volker, Jörg und Bernd einen großen Teil des Wanderweges WHT (Winterberger-Höhen-Tour) mit dem Mountainbike abgefahren. Den Termin für diese Tour hatten wir schon Mitte August besprochen.

Das wir alle Vier an einem Tag Zeit zum Biken finden, kommt leider viel zu selten vor. Alle haben Familie und sind beruflich stark eingebunden. Da ist ein solcher Tag, wo alle "frei" haben bzw. sich extra Zeit genommen haben, wirklich etwas ganz Besonderes.

Wir Biken gerne zusammen, da wir uns nicht nur gut verstehen sondern auch die gleiche Motivation für den Sport haben: "Hochfahren und km schaffen ist das eine am Biken und gibt einem sicherlich ein sehr gutes Körpergefühl, aber runterfahren können, technische Passagen sauber meistern zu können, gibt einem sehr sehr viel mehr!"

Das glücklicherweise dieser Tag wettertechnisch überragend war, verdanken wir wohl Petrus. Oder besser ausgedrückt: "Jeder Das, was er verdient!" Keine Wolke am Himmel und Temperaturen bis 26 Grad. (kommt nicht so oft im September vor!)

 Kahlen Asten - Winterberg Biken

Um 09:15 Uhr haben wir uns bei Bernd getroffen um von dort mit dem Bus von Volker zu unserem Startort Elkeringhausen zu fahren. Von Elkeringhausen ging es dann auf den Bikes im Ortskern los.

Über einen wunderschönen Wanderweg (ich glaube er hieß Kurweg) pedalierten wir langsam hoch nach Winterberg. Eine technisch schöne bergauf-Variante! In Winterberg ging es an der Skisprungschanze und der Bobbahn vorbei, hoch zum Kahlen Asten. (www.kahlerasten.de) Kurz ein Foto gemacht, die tolle Aussicht genossen und weiter auf dem WHT/Rothaarsteig zur Hochenleye-Hütte.

Von der Hohenleye-Hütte ging es runter ins Tal Richtung Mollseifen. Auf einem sehr schwierigen Wurzelweg habe ich mir dann einen Ast in den Umwerfer gezogen. Jörg und ich konnten den Ast nur gemeinsam aus dem Bike ziehen.

Als unser "Schrauber" Bernd meinen Umwerfer in dem kleinen, verschlafenen Ort Mollseifen dann wieder so gebogen hat, dass wieder alle Funktionen einwandfrei liefen, sagte Volker leise vor sich hin: "Mollseifen - hier sind wir also am Arsch der Welt" Ich schaute in eine andere Richtung und antworte trocken: "Ja - zumindest muss man IHN wohl von hier aus sehen können!"

Weiter gings dann auf never-ending Trails zur Ziegenhelle. Hier steht auch der Ziegenheller Turm. Ein etwas in die Jahre gekommener Aussichtsturm aus Holz. "Betreten verboten!" steht am Turm. Der Aufstieg war auch zugenagelt. Also eigentlich gesperrt zum hochgehen. EIGENTLICH!  Bernd vorweg und Volker und Jörg hinterher. "Wenn also gut läuft" dachte ich mir, "habe ich heute abend drei neue Räder in meiner Bikegarage". Der Turm wackelte zwar sehr, hat aber "leider" gehalten.

Von der Ziegenhelle ging es weiter auf wirklich schönen Wegen nach Züschen. Hier haben wir im Ortskern in einer kleinen aber feinen Bäckerei einen Stop gemacht. Etwas Kuchen, einen Kaffee und die Trinkflaschen aufgefüllt.

A Happy Biker is a Good Biker !Weiter auf dem WHT nach Elkeringhausen. Hier war auf den letzten Kilometern vor unserem Zielort noch einmal ganz großer Bikespass angesagt!

Vom Elkeringhäuser Kreuz (der Aufstieg war schon mächtig) ging ein anspruchsvoller, sehr steiler Trail hinab bis zu einem Wanderweg. Neun von zehn Bikern würden sagen:"das letzte Stück fährt doch kein Mensch runter!" An dieser Stelle wurden die Räder abgestellt, diskutiert, Testfahrten gemacht, Ideal-Linien gefunden, Bremsvorschläge gemacht...wir waren im Element!!!

Gefahren sind wir letztendlich diese Stelle nicht mehr, aber ich weiss genau das es dabei nicht bleiben wird. Fragt sich nur, wer der Erste ist!

Auf einem flowigen Trail ging es dann weiter hinab nach Elkeringhausen zum Bus. Anschließend haben wir dann im Bike-Szene-Bistro "uppu" in Winterberg den phantastischen Tag ausklingen lassen.

Solche Touren sollte man öfters machen!

Happy Trail, Euer Michael

Tourdaten:
Kilometer: 54
Höhenmeter: 1.600
Start/Ziel: Elkeringhausen. WHT-Einstieg:Kahler Asten

Besondere Vorkommnisse: Mundstück vom Camelback verloren - der letzte Biker
hats beim vorbeifahren bemerkt. Schnalle vom Schuh hat sich gelöst - Schnalle und Schräubchen gefunden - repariert. Ast in den Umwerfer gezogen - Ast mit zwei Leuten rausgezogen, Umwerfer gerade gebogen, weiter gings. Speichenmagnet vom Tacho verloren - nicht wieder gefunden.

Ach ja und fast den 30m hohen Aussichtsturm in der Ziegenhelle umgeworfen.  ;-)

Kommentar

  1. Hey Miele,

    schöner Bericht.
    Solche Tage sind wirlich viel zu selten im Jahr!
    War eine super schöne Tour mit “Handbremsenabschluss” :-)

    Bis die Tage
    Gruß Jörg

    molle · Sep 10, 22:40 · #

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  2. Da wird man ja blass vor Neid, und dann noch 1.600 hm – Will sagen – Hat Spaß gemacht zu lesen. :-)
    Mit dem Wetter hatte ihr ja offensichtlich auch Glück – zumindest in Oberhausen war herrlich mildes BikeWetter.

    Viele Grüße ins Sauerland.

    Uwe · Sep 11, 14:58 · #

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  3. Hi Miele,
    wie Recht Du hast mit Deinem Hinweis auf die knappe Zeit: ich komme erst jetzt dazu, Deinen schönen Tour-Rückblick zu lesen…!
    Habe mit breitem & genüsslichen Grinsen jeden Schnaufer bergauf, jedes Augenleuchten bergab und die verunsicherten Blicke in die Tiefe nacherlebt!
    War ein riesiger Tag! Wenn auch nicht so oft wie eigentlich nötig, das wird wiederholt!!!!!!

    Bis zur nächsten “Wurzelbehandlung” !

    Volker

    Volker · Sep 18, 07:16 · #

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